Welcher Hundetrainer ist der Richtige?

Welcher Hundetrainer ist der Richtige?

 

Nichts spaltet die Hundebesitzer so wie die Frage nach dem richtigen Training. Hundetrainer gibt es viele. Auch die selbst ernannten Hundeflüsterer sind keine Seltenheit mehr. Hier zeigen wir euch, auf was ihr achten könnt, um sicher zu gehen, dass euer Trainer ein seriöser Hundetrainer ist.

 

Welche Qualifikation brauchen Hundetrainer?

 

Erst einmal schauen wir uns an, ab wann sich ein Hundetrainer eigentlich Hundetrainer nennen darf. Um gewerblich als Trainer mit Hunden arbeiten zu dürfen, benötigt man eine Arbeitserlaubnis vom zuständigen Veterinäramt, umgangssprachlich auch §11 genannt.

 

§11 (1)abs. 8 f:

Wer gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde.

 

Die zuständige Behörde ist das Veterinäramt. Es prüft ob genügend Sachkunde vorliegt. Sachkunde ist in dem Fall theoretisch und praktisch zu sehen. Der Trainer muss über ein breites Wissen in den Themen Ethologie, Physiologie, Psychologie, Verhaltensentwicklung (Ontogenese), Verhaltensprobleme, Anatomie, Menschenpsychologie und weitere, verfügen. 

Fraagt also gern einmal euren Hundetrainer nach der §11-Erlaubnis vom Veterinäramt und lasst euch nicht mit Ausreden abspeisen. Liegt diese nicht vor, ist es dem „Trainer“ nicht erlaubt, euch und eure Hunde zu trainieren. Erschreckend viele „Hundetrainer“ in Dresden verfügen nicht über die Erlaubnis und das nötige Fachwissen. 

Do’s and Dont’s!

 

Was muss ein Hundetrainer leisten können und wo ist da die Grenze?

Hundetrainer sollten vor allem eins tun: Euch helfen! 

Um ein vernünftiges Training stattfinden lassen zu können, ist ein tiefgründiges Erstgespräch notwendig. In diesem Gespräch sollten so viele Informationen wie möglich über den Hund, den Alltag, den Menschen und die Problematik erfragt werden. Denn man darf nicht nur an den Symptomen arbeiten, sondern man muss die Ursache des Fehlverhaltens herausfinden und diese Ursache beheben. 

 

Dazu ein kleines Beispiel:

 

Ein Hund bellt ständig andere Hunde an. Die Besitzer waren bei vielen Hundetrainern und keiner konnte so richtig helfen. Der Hund wurde abgelenkt, bestraft, gelobt, etc. aber nichts hat Besserung gebracht. Die Ursache kann so vieles sein, dass man durch Glück niemals die richtige Herangehensweise finden würde. Nur allein durch gezieltes Nachfragen in Verbindung mit dem Wissen der hündischen Kommunikation kann die Ursache gefunden werden. Wenn die Ursache klar ist, kann man daran arbeiten. In diesem Fall hat der Hund eine große Unsicherheit, da er fremde Hunde nicht einschätzen kann und Probleme in der Kommunikation hat.

 

Was also würde es bringen den Hund nur zu bestrafen, zu loben oder abzulenken? Er würde aus diesen Methoden nicht lernen, die anderen Hunde zu verstehen. 

Wenn ein intensives Erstgespräch und eine Bestandsaufnahme gemacht wurden, kann ein Plan erstellt werden. Um einen logischen Trainingsplan zu erstellen, der stets von den Kunden hinterfragt werden darf. Generell gilt: Fragt euren Trainer wirklich jede Frage, egal ob ihr denkt, dass es eine „dumme“ Frage sei. Ein guter Trainer beantwortet euch geduldig jede Frage und lässt euch nicht mit einem „Das ist halt so!“ stehen. 

 

Jeder Trainingsschritt sollte euch detailliert beschrieben werden und auch eventuelle Nebenwirkungen erwähnt werden. Denn nur wenn man als Hundebesitzer weiß, warum der Hund das Verhalten zeigt und warum man als Besitzer das spezielle Training macht, kann Besserung eintreten. Und für uns Menschen ist es auch leichter am Ball zu bleiben, wenn wir verstehen, was und warum man das eigentlich macht. 

Meine persönliche Bitte!

 

Kommen wir einmal zu meiner Herzensangelegenheit. 

Bitte achtet generell darauf, dass euer Trainer nicht mit Schmerzen oder zu viel Druck arbeitet. Aber eine Sache fällt mir in letzter Zeit sehr häufig auf.

Lasst euch niemals einfach so die Leine aus der Hand reißen! Lasst den Trainer niemals euren Hund bestrafen oder korrigieren. Lasst euch kein Training einreden, wo ihr ein schlechtes Bauchgefühl habt.

Diese Dinge passieren viel zu schnell. Der Hundetrainer ist dafür da, euch zu unterstützen, damit IHR mit eurem Hund arbeiten könnt. Denn es gibt einfach zu viele Nachteile, wenn ihr euren Hund in die Hand des Trainers gebt: 

 

- Euer Hund zeigt im Dasein eines Trainers plötzlich kein Fehlverhalten mehr

- Euer Hund wird unsicher und bekommt Angst in Anwesenheit des Trainers

- Das Schlimmste: Euer Hund verliert das komplette Vertrauen zu euch

 

Dazu nehmen wir noch einmal das genannte Beispiel:

Euer Hund bellt Hunde aus einer Unsicherheit heraus an. 

Nun seid ihr bei einem Trainer und dieser sagte euch kurz, was ihr tun sollt. Das ganze funktioniert allerdings nicht so wie besprochen und dann kommt der Trainer zu euch, nimmt die Leine und straft den Hund durch einen kräftigen Leinenruck. Der Hund ist unsicher und wird dafür in eurer Nähe von einer fremden Person bestraft.  

 

Was ist da passiert?

Zwei bedeutende Dinge sind passiert. 

Erstens: Euer Hund wird noch unsicherer, da er noch weniger weiß, wie er sich verhalten soll. Und zweitens ist der sichere Bereich, in eurer Nähe, plötzlich nicht mehr sicher, da ihr zugelassen habt, dass ihm von fremden Personen Schmerzen zugefügt wurden. Euer Hund wird euch so schnell nicht mehr vertrauen und im schlimmsten Fall sogar anfangen, andere Personen aus Selbstschutz verbellen zu wollen.

 

Zusammengefasst:

 

- Liegt eine Arbeitserlaubnis vor?

- Findet eine Bestandsaufnahme/ Erstgespräch statt?

- Interessiert sich der Trainer für eure Problematik oder wird nach einem eintönigen Schema trainiert?

- Erklärt er das Training detailliert mit Vor- und Nachteilen?

- Wie ist euer Bauchgefühl?

 

Vertraut eurem Bauchgefühl. Nutzt das Training eines Hundetrainers, was zu euch und eurem Hund passt. Wenn euch etwas bedrückt, redet mit dem Trainer. Wenn ihr unsicher wegen dem Training seid, redet mit dem Trainer. 

Ein seriöser Trainer hat dabei Verständnis!

 

Bei mir im Training höre ich mir stets die Ängste, Probleme und Unsicherheiten der Hundebesitzer an und gehe auch auf diese ein. Ich finde für beinahe jede Konstellation ein passendes Training und auch wenn es manchmal sehr kleinschrittig aufgebaut ist, macht es dem Hund und dem Besitzer das Leben um Einiges leichter!

Wenn ihr unsicher seid und nicht wisst, ob euer Training sinnvoll und zielführend ist, meldet euch jederzeit bei mir: info@dogworker-dresden.de 

Ich helfe euch gern!

 

Bis zum nächsten Mal!

 

Florian, DogWorker Dresden

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Kontakt

 

DogWorker Dresden

Hundetrainer Florian Kotte

 

 

Mobil: 0173-5982517

eMail: info@dogworker-dresden.de

 

 

Die Erlaubnis nach §11 ABS. 1 Satz 1 Nr.8f Tierschutzgesetz liegt vor und wurde vom Veterinäramt der Landeshauptstadt Dresden und vom Veterinäramt Mittelsachsen erteilt. Die Erlaubnis nach §11 ABS.1 Satz 1 Nr. 8a liegt vom Veterinäramt Mittelsachsen vor. 

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